Der Recyclebot

Was macht man als Schüler in den Osterferien? Auf Hinterhöfen abhängen und aus lauter Langeweile Blödsinn machen? Wahrscheinlich. Auf einem Recyclinghof im eigenen Kiez ein Kunstprojekt umsetzen und sich mit dem Thema Müllverwertung und Zukunftsressourcen auseinandersetzen? Besser!

Deshalb haben wir in den ersten zwei Aprilwochen mit der Alba Recycling GmbH in Marzahn eine Wand aus Teilen der Berliner Mauer von Jugendlichen gestalten lassen. Dazu gab es am ersten Tag zunächst eine Werksführung bei Alba für die rund 20 Jugendlichen, die ihre Ferienzeit dazu nutzten sich künstlerisch auszutesten. Wichtig war uns, dass die Kids eigene Ideen bereits in den Entwurf einbringen konnten und so entstand ein gemeinsames Motiv von Schülern und Künstlern zum Thema Müllentsorgung. Entwickelt wurde unter anderem ein “Recyclebot”.

Nachdem das Gesamtmotiv fertig war, ging es an den handwerklichen Teil. Zunächst wurde die Fläche vorbereitet, bevor alle zu den Spraydosen griffen und sich auf dem Werksgelände von Alba verewigen konnten. Das Unternehmen bekommt mit der Finanzierung des Projektes nicht nur eine schönere Hofgestaltung, sondern leistet auch einen aktiven Beitrag zur Jugendarbeit der Streetworkerprojekte Outreach Berlin und Streetwork Hellersdorf. Hier wurden zuletzt massiv Mittel für das Engagement der Streetworker vom Bezirk gestrichen. Eine dieser Lücken konnte nun mit Hilfe von Alba Recycling gefüllt werden. Wir danken deshalb den Jugendlichen, Streetworkern und Alba für Ihren Einsatz!

Eisbären-Kinderzimmer

Die 10-jährige Juliana aus Hellersdorf war schon immer vom Eishockey begeistert und ein großer Fan der Berliner Eisbären. Um ihr den Herzenswunsch nach einem Kinderzimmer am Nordpol zu erfüllen, haben sich der Verein Kinderlächeln e.V., die Eisbären Berlin und wir als Kreativagentur zusammengetan. Es entstand eine niedliche Bärengruppe, die auf Tapete gedruckt und dann schnellstmöglich heimlich angebracht wurde.

Das Eisbärenmaskotchen “Bully” und der Nachswuchsspieler Vincent Schlenker waren dabei, als Juliana überrascht wurde und zum ersten Mal ihr neues Zimmer betrat. TV Berlin berichtete in ihrer Sendung “Eiszeit” über das Projekt.




Ab Minute 10:10 findet ihr den Beitrag zum neuen Kinderzimmer.

Ein Foto erzählt eine Geschichte

Eine große Herausforderung im Bereich Werbung ist das Medium Poster. Die Geschichte muss auf einen einzigen Blick verständlich sein, es soll die gewünschten Emotionen hervorrufen und meist sind auch noch eine große Menge von begleitenden Informationen unterzubringen. Alles auf einem Bild.

Bei einer Posterserie für das Jahr 2012 war unsere Aufgabe das deutsche Beachvolleyball-Nationalteam Erdmann/Matysik aus Berlin als Werbeträger für Dunkin’ Donuts in Aktion treten zu lassen. Seht selbst, wie sich das erste Motiv der Reihe von der Idee, über eine Skizze bis zum fertigen Shooting-Motiv entwickelt hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Handgemacht trifft Handgebacken

Jeder kennt die gedruckten Wandbilder, die es in Baumärkten massenhaft zu kaufen gibt. Meistens sind es solche Bilder, die bei der Erstausstattung eines Ladengeschäftes verwendet werden. Aber es gibt auch Ausnahmen. Wir sind dem Wunsch unseres Auftraggebers nach individueller und hochwertiger Storegestaltung nachgekommen. Dabei entstand ein Pilotprojekt, bei dem wir einen Berliner Dunkin’ Donuts Store mit handgemalten Bildern ausgestattet haben.

Jedes der vier Bilder ist eine Komposition aus schwarz/weißen Fotomodels und handgezeichneten Hintergrundmotiven aus einer fiktiven Donutwelt. In aufwändiger Handarbeit wurde jedes Bild einzeln durch unseren Chefgrafiker im Atelier mit Pinsel und Stiften gemalt.

Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Denn derzeit entwickelt sich dieser Berliner Store zu einer kleinen Attraktion unter den Dunkin’ Donuts Filialen. Denn ein solches Fotomotiv gibt es selten.

Letzter Schritt beim Frühjahrsputz

Vor einiger Zeit wurde vom Kinder- und Jugendrat Marzahn-NordWest ein Projekt zur Neugestaltung des Clara-Zetkin-Parks angestoßen. Nachdem beim Frühjahrsputz bereits ein Großteil des Parks von der Bevölkerung verschönert wurde (www.quartiersmanagement-berlin.de), galt es nun noch die vorhandenen Mülleimer zu gestalten. Bei den Motiven sollten besonders die Themen Park und Natur einfließen. In einem 3-tägigen Workshop mit Kindern des Jugendzentrums Betonia, entwickelten wir die Motive und erstellten die Schablonen. Als es nun an die Umsetzung ging, nutzten wir die Gelegenheit für Ricos Graffiti-Schüler der Julius-Hecker-Oberschule – sie sollten sich an den Umgang mit einer Sprühdose rantasten.

So kam es, dass die Kids gestern das erste Mal den Stift mit der Graffiti-Dose tauschten und sich ausprobieren durften. Da das Wetter im Dezember gut mitspielte, konnte der Ausflug aus dem Klassenzimmer in den Park starten. Schnell wurde klar: So einfach wie es aussieht, ist es gar nicht! Aber bis zum Ende des Schuljahres ist noch Zeit, um fleißig zu üben. Schließlich soll auf ein großes Abschlussprojekt hingearbeitet werden.

Einmal Promotion zum Mitnehmen, bitte!

Zu Weihnachten gibt es Geschenke. Das ist auch bei uns so!

Unser Auftraggeber Dunkin’ Donuts hat uns zum Jahresende noch mit einem großen Projekt beschenkt: Eine verkaufsfördende Maßnahme oder, wie es heute nur noch heißt, Promotion. Stammkunden aus Berlin und NRW sollten mit attraktiven Preisen für ihre Treue belohnt werden. So entstanden bei uns Ende November 200.000 Sammelhefte, 1 Million Dunkin’ Action Sticker und 120.000 Donut-Gutscheine. Während wir im Büro noch das 20-köpfige Promoterteam mit ihren Einsatzplänen koordinierten, wurden im Keller schon die Mitarbeiter-Sweatshirts nach Größen sortiert und ausgeliefert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem die Webgrafiken erstellt, die A1-Poster gedruckt und die Belohnungspreise für die Kunden in der Produktion waren, konnten wir uns ganz gemütlich der Programmierung einer Facebook-App zuwenden. So entspannt genießen wir hier die Vorweihnachtszeit. Aber den Kunden macht das Sammeln der Dunkin’ Action Sticker offensichtlich Spaß und die Donuts schmecken! Na dann, guten Appetit!

Polizeiruf 0815 – ein Kiezkrimi

“Ein nebliger Wintermorgen in Berlin. Zum Schutz vor der eisigen Kälte zogen sich die Männer die Kapuzen tiefer ins Gesicht. Heute startete die Operation Strom-Bulli. Gestern Abend hatte der Auftraggeber grünes Licht gegeben. Das Zielobjekt und die Methode war klar, der Zeitplan mit dem Team durchgeplant. Sie hatten mit dem Auftraggeber  vereinbart, dass es keine Verzögerungen in der Umsetzung geben sollte. Nun ging es darum, das Equipment schnell aufzubauen und wieder zu verschwinden. Sie waren bewaffnet mit einem Karton voller Dosen und machten sich ans Werk.”

So oder so ähnlich muss es letzte Woche in den Augen eines besorgten Bürgers abgelaufen sein. Er hat uns mit der Graffiti-Dose in seinem Kiez gesehen und daraufhin die Polizei gerufen.

Besuch der Polizei

Denn einige Minuten nachdem wir unsere Arbeit aufgenommen hatten, hielten zwei Polizeiautos am Tatort. Nach einem klärendem Gespräch und der Klarstellung, dass es sich hier um eine Agentur mit Auftrag handelt, durften wir weiterarbeiten.

Der Auftraggeber hat sich gefreut, denn jetzt hat er einen coolen VW-Bus an seinem Stromhäuschen.

0815 macht Schule

Ein neues Projekt ganz anderer Art: unser Grafiker Rico unterrichtet seit einigen Wochen an einer Marzahner Schule Graffiti. In Zusammenarbeit mit der Organisation Outreach Berlin (www.outreach-berlin.de) bietet die Julius-Hecker-Oberschule verschiedene Nachmittagskurse, wie Graffiti, Breakdance, Streetdance und Rap an. Für uns eine Gelegenheit, den Kids einen verantwortungsvollen Umgang mit der Graffiti-Kunst zu lehren. Als gelernter Pädagoge und Mediengestalter bringt Rico nun zweimal wöchentlich den Kindern der 7. und 8. Klasse die grundlegenden Techniken des Malens bei. Sobald die Schüler genug Selbstvertrauen in ihre künstlerischen Fähigkeiten haben, geht dann in einigen Wochen auch die Arbeit mit der Graffitidose los. Geplant ist zunächst die Gestaltung von Leinwänden, später sollen auch legale Wände im Bezirk besucht werden. Die ersten Versuche auf dem Papier sahen jedenfalls schon vielversprechend aus. Wir sind gespannt, welche jungen Talente wir in den nächsten Monaten entdecken werden!

 

0815 live

Malen im Akkord? Bisher war das kein Thema für uns. Seit Dienstag wissen wir, dass wir auch das können.

Wir haben ein Networkingevent mit den Partnern von visitBerlin mit einer Live-Graffiti-Aktion begleitet. Jeder Kunde konnte sich ein Berlin-Bild ganz nach seinen Wünschen malen lassen. Es entstanden zum Beispiel Currywurst-Boote, Sandmännchen und singende Eichhörnchen. Besonders beliebt war auch das firmeneigene Logo in die vorbereiteten Berlinmotive einzubauen. Die Graffitistifte von Torsten und Rico sind nicht mehr zum Stillstand gekommen. Schließlich haben wir Gutscheine rausgegeben und werden die versprochenen Motive in den nächsten Tagen nachliefern.

Unser Ziel war es, jedem Besucher seine ganz eigene und individuelle Erinnerung an das Event mitzugeben, statt einheitliche Give-aways in Massen zu verschenken. Dies ist uns mit den schönen Bildern gelungen. In welchen Büros in Berlin jetzt wohl überall eines unserer Bilder hängt?

Leiterwald

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Uns geht es genauso.  Die Herausforderung für einen Künstler, der an Außenfassaden arbeitet, ist immer das Wetter. Wenn sich im Berliner Herbst ein Sonnentag auftut, muss die Zeit effektiv genutzt werden. Bei einem aktuellen Projekt war die Außenfassade eines Dunkin’ Donuts Stores mit übergroßen Donuts und Kaffeebechern zu bemalen. Um das schöne Wetter auszunutzen, sollte nun an zwei Fronten mit Graffiti gearbeitet werden. Allerdings war auf der Baustelle nur eine große Leiter vor Ort. Die andere lag noch fein säuberlich im Lager verstaut. Schlechte Laune machte sich breit, man kam nicht richtig voran. Es gab erste Pläne, wer von der Baustelle in Spandau zurück ins Lager nach Weißensee fahren sollte, um die zweite Leiter zu holen. Das Problem wurde hin und her gewälzt, bis wir feststellten, dass unser Donut-Häuschen auf einem Parkplatz steht. Auf einem OBI-Parkplatz. Also rein in den Baumarkt und eine Leiter gekauft. Nun haben wir drei große Leitern. Aber wenn wir mal wieder eine vergessen – wir wissen jetzt, wo wir eine besorgen können…